Faun – Eden

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Faun – Eden

Der Garten Eden, einer der sagenumworbensten Orte die man sich nur vorstellen kann. Und so viele Geschichten wie sich darum ragen, so viele verschiedene AnsĂ€tze verfolgen auch die MĂŒnchener Faun, um sich diesem Thema aus allen Richtungen, LĂ€ndern und Mythen zu nĂ€hern. Und um dem Thema gerecht zu werden, haben sich die fĂŒnf Musiker und Musikerinnen richtig Zeit genommen, denn seit dem letzten regulĂ€ren Album „Totem“ sind immerhin vier Jahre ins Land gezogen, in denen Faun aber nicht untĂ€tig waren. Neben den immer weiter voranschreitenden Aufnahmen zu „Eden“ standen Live-Auftritte ganz oben in der Gunst der Bayern und so hat man sich mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland einen ausgezeichneten Ruf erspielt. Zudem erblickten eine Live-CD („Faun & The Pagan Folk Festival – Live“) und ein akustisches Album („Faun Acoustic – Buch der Balladen“) das Licht der Welt, aber das Hauptaugenmerk lag auf dem nĂ€chsten regulĂ€ren Studioalbum und nun ist „Eden“ da und zeigt Faun von einer durchaus weiterentwickelten Seite. Ihre Musik hat neue Facetten hinzugewonnen und wirkt abwechslungsreicher als zuvor. Das fĂ€ngt bei Instrumentals an, verlĂ€uft ĂŒber ruhige Balladen bis hin zu etwas zĂŒgigeren StĂŒcken und neben einer ungemeinen Vielfalt an handgespielten Instrumenten (darunter Harfen, Lauten, Drehleier, Dudelsack, Flöte und Percussion) wird auch der Elektronik ein Anteil zugestanden, um die alten Texte lebendig werden zu lassen. Diese werden ein-oder mehrstimmig in den verschiedensten Sprachen aufgefĂŒhrt und vermitteln so sehr gut ihre jeweilige Herkunft und das besondere GefĂŒhl des Mittelalters. SchlagkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung bekommen Faun auf „Eden“ ĂŒbrigens u.a. von den britischen The Mediaeval Baebes, Adam Hurst (USA), Mark Lewis (USA) und Matti Rouse (D / UK).

Ich persönlich bin der Faszination des Mittelalters nicht so sehr verfallen und kann gerade mit den ruhigen KlĂ€ngen dieses Genres nur bedingt etwas anfangen. Trotzdem möchte ich die Arbeit von Faun anerkennen, denn man hört „Eden“ an, wie viel Herzblut hieran hĂ€ngt und dass sich Faun mit der gesamten Materie beschĂ€ftigt und das Thema „Garten Eden“ gebĂŒhrend in Musik umgesetzt haben. Und diese Hingabe zeigt sich nicht nur in ihrer Musik, sondern auch in der Verpackung, denn „Eden“ erscheint in einem extra konzipierten Deluxe-Pack, das aus einem Schuber, einem Digipack und einem 70-seitigen Artbook /Booklet besteht. Das 70-seitige Artbook enthĂ€lt sĂ€mtliche Liedtexte in Deutsch, Englisch und den Originalsprachen der jeweiligen Songs, wie auch ausfĂŒhrliche Texte von Oliver S. Tyr zur ErklĂ€rung, Herkunft und den HintergrĂŒnden der einzelnen Lieder.

Auch live wird man im November und Dezember ausgiebig Gelegenheit bekommen, die fĂŒnf MĂŒnchener erleben zu können. Sicher eine gute Chance, in eine andere Welt einzutauchen und sich die Musik noch nĂ€her bringen zu lassen.

Tracklist:
01. Lupercalia – 3:15
02. Zeitgeist – 4:02
03. Iduna – 3:21
04. The Butterfly – 1:33
05. Adam Lay Ybounden – 4:36
06. Hymn to Pan – 6:56
07. Pearl – 5:04
08. Oyneng yar – 5:33
09. Polska fran anderson – 4:37
10. Alba – 7:17
11. Ynis avalach – 5:08
12. Arcadia – 7:16
13. The Market Song – 5:51
14. Golden Apples – 7:34

Autor: Michael Gamon

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