CASTLE ROCK 2011 Tag 2 – Mülheim an der Ruhr, Schloss Broich (02.07.2011)

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Der zweite Festivaltag begann musikalisch mit dem Windows Startsound, was die schon zahlreich angereisten Besucher mit Gelächter und Schmunzeln hinnahmen.

Stahlmann

Nach diesem kleinen Fauxpas betrat die Göttinger Band Stahlmann gegen 13.00 Uhr die Bühne und forderte dem Publikum direkt einiges ab. Trotz der noch relativ frühen Uhrzeit gelang es Sänger Mart immer wieder die Reihen in Bewegung zu versetzten. Gespielt wurde Material ihres selbstbenannten Debütalbums, darunter natürlich auch der Hit "Hass Mich … Lieb Mich". Ein wirklich gelungener Start in den Tag.

Golden Apes

Golden Apes ließen es hingegen etwas ruhiger angehen. Die Band um Frontmann Peer Lebrecht existiert seit 1998 und hat bisher sechs Alben veröffentlicht, im letzten Jahr erschien das aktuelle Werk "Denying the Towers Our Words Are Falling From …". Ihre melancholisch-atmosphärischen Songs brachten die Berliner Alternative-Rocker technisch einwandfrei rüber, jedoch war der Applaus eher verhalten.

Lord Of The Lost

Mit Lord of the Lost, die am Vortag noch in Tschechien aufgetreten waren, spielte der erste Mainact des Tages auf. Die Band um Chris „The Lord“ Harms überzeugt durch Spielfreude und begeisterten nicht nur mit ihrer Live Version von Lady Gaga‘s „Bad Romance“. Trotz der Reisestrapazen und des Ausfalls ihrer Drummerin Any Wayst, die sich beim Kickboxen verletzt hatte, rockten die Newcomer des letzten Jahres den Schlosshof gewaltig.

Van Canto

Schon während der anschließenden Umbauphase wurde die nächste Band mit frenetischen „Rakka-Takka – Motherfucker“ Rufen begrüßt. Nach 2009 spielten Van Canto zum zweiten Mal auf dem Castle Rock und präsentierten sich nach längerem Studioaufenthalt stimmgewaltig wie eh und je. Das Set aus bekannten Metalklassikern wie „Fear of the dark“ von Iron Maiden oder „Wishmaster“ von Nightwish wurde durch zahlreiche eigene Stücke ergänzt und macht Appetit auf das Ende September erscheinende neue Album der Ausnahmesänger.


Crematory

Als nächstes Band hätten eigentlich die NDH-Helden Megaherz auftreten sollen, da diese jedoch in einem Stau hängen geblieben waren, erklärten sich Crematory kurzerhand bereit ihren Slot vorzuziehen. Leider kamen die deutschen Gothic-Metal Urgesteine beim vorwiegend jüngeren Publikum nicht ganz so gut an. Dennoch lieferten die Schwergewichte um Sänger Gerhard „Felix“ Stass und Schlagzeuger Markus Jüllich eine routinierte Show ab, bei der neben dem „Temple of Love“ Cover vom ´97er Album Awake auch Hits wie „Tears of time“, „Fly“ und „Pray“ nicht fehlen durften. Beendet wurde das Set mit einem Soloauftritt von Gitarrist und Sänger Matthias „Matze“ Hechler.

Megaherz

Nun endlich kamen Megaherz zu ihrem Auftritt, die sich gleich zu Beginn bei den Kollegen von Crematory bedankten. Der Reisestress war der Band nicht anzumerken und gut gelaunt setzten die Münchner die Massen im ausverkauften Schloss Broich in Bewegung. Noch bevor die fünf Jungs nach mehr als einer Stunde die Bühne mit ihrem größten Hit „Miststück“ verabschiedeten, lies sich Sänger Alexander „Lex“ Wohnhaas während des Songs „Freiflug“ ins Publikum fallen und „flog“ getragen von hunderten Händen über den Burghof.

Oomph!

Nach einem gelungenen Tag mit durchgehend gutem Wetter wartete das Mülheimer Publikum nun auf den Headliner des Abends – Oomph!. Um die drei Braunschweiger, die 2004 mit der Eins Live Krone als Beste Band ausgezeichnet wurden, war es in letzter Zeit zunehmend ruhiger geworden. Dass Dero, Flux und Crap aber noch lange nicht genug haben, zeigte sich bei ihrem überaus kurzweiligen Auftritt beim Castle Rock. Neben einer Akustik Version von „Sex hat keine Macht“, bestand die Setlist aus vorwiegend jüngerem Material angereichert mit alten Hits wie „Gekreuzigt“, Das weiße Licht“ und „Fieber“. Absolutes Highlight war der 2004er Chartstürmer „Augen auf“ bei dem wohl der gesamte Innenhof mitzählte. Unter tosendem Beifall verließen Oomph! kurz darauf die Bühne und entließen die sichtlich zufriedenen Festivalbesucher in das Restwochenende.

Die kompletten Fotosets der aufgetretenen Bands folgen in Kürze!

Autor: Christian Reipen
Fotos: Marcus Nathofer

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