Preview : Area 4 Festival 2011

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GeschÀtzte Lesezeit: 17 Minute(n)

Jenseits von Massenveranstaltungen wie Rock Am Ring und Co hat sich in den letzten Jahren eine Kraft gebildet, der das schwierige VerhĂ€ltnis zwischen Großveranstaltung und familiĂ€rem Ambiente am Herzen liegt und dieses gut in den Griff bekommt: Das AREA 4 Festival findet 2011 bereits zum sechsten Mal statt und erfreut sich von Jahr zu Jahr wachsender Beliebtheit bei Rockmusikfans aus Nordrhein-Westfalen und der ganzen Republik. In der NĂ€he von MĂŒnster gelegen, bietet der Flugplatz Borkenberge, umgeben von Wiesen, WĂ€ldern und Feldern, das perfekte Ambiente fĂŒr ein Wochenende mit Camping, Party und Rockmusik. Im vergangenen Jahr begeisterten Placebo, Blink-182 und 24 weitere nationale und internationale Topacts mehr als 23.000 Besucher, in diesem Jahr heißen die großen Namen vom 19.-21. August 2011Thirty Seconds To Mars, Dropkick Murphys, NOFX, The Kooks, The National oder White Lies. Aber auch aufstrebende Newcomer wie Airship sind dabei und werden sich sicher einige neue Freunde machen.

Das Lineup im Überblick:

Thirty Seconds To Mars * Dropkick Murphys * NOFX * The Kooks *
The National * White Lies * The Mighty Mighty Bosstones *
Jimmy Eat World * Deftones * Danko Jones * Face To Face * Madsen * PanteĂłn RococĂł * Jupiter Jones * Hot Water Music * Ignite * Turbostaat * No Use For A Name * Zebrahead * Thees Uhlmann & Band * Blood Red Shoes * Underoath * The Bronx * Veara * Karnivool * Friska Viljor * Yellowcard * The Bouncing Souls * Skindred * Disco Ensemble * The Menzingers * Airship

Tickets:
3-Tage-FrĂŒhbucher Kombiticket inklusive Camping sind fĂŒr 99,- Euro inkl. GebĂŒhren und 10-, Euro MĂŒllpfand unter www.area4.de und www.eventim.de sowie telefonisch unter 0 180 5 -853 653 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.) erhĂ€ltlich. Im Vorverkauf erworbene 3-Tages-Tickets beinhalten die kostenfreie einmalige Hin- und RĂŒckfahrt im Personennahverkehr in den Geltungsbereichen des MĂŒnsterland-Tarifes (VGM) inkl. Kreis Unna sowie im Verbundtarifraum Rhein-Ruhr (VRR).

Zufahrt zum reservierten Wohnmobilparktplatz mit WoMo-Plakette: 25,- € pro Fahrzeug


Kurzinformation zu bereits bestÀtigten Bands (alphabetisch sortiert):


Airship

Die vierköpfige Band stammt aus den VorstĂ€dten Manchesters, der britischen Musikhochburg. Die Band hat sich so lange im Proberaum aufgehalten, bis ihre musikalischen Wurzeln vollends aufgehoben und ein neuer, aufregender, Manchester-unabhĂ€ngiger Sound entstand. Hier beherrscht Jemand nicht nur fabelhaftes Songwriting, sondern hat Musik fĂŒr Kopf, Herz, Seele und Beine in mĂŒhevoller Kleinarbeit kreiert. Ihre verwegenen, großen Refrains, die aufsteigenden Riffs und die bewegende Melancholie begeistern. Wir freuen und sehr auf Airship live und Open Air.

Blood Red Shoes
Die beiden Briten Laura-Mary Carter und Steven Ansell sind, was die Verbindung von Rock und Punk mit Popappeal angeht, unschlagbar. Mit ergreifenden und einfachen Songstrukturen sind Blood Red Shoes unglaublich ĂŒberzeugend und schaffen eine IntensitĂ€t, die sowohl bei Wohnzimmerkonzerten als auch als Support von Rage Against The Machine das Publikum ĂŒberwĂ€ltigt. In Sachen Drive, Dynamik und AggressivitĂ€t kommt kaum einer gegen sie an, diese Leidenschaft steckt an.

Danko Jones
Danko Jones sind Hard Working Rock’n’Roller. Die Band um den gleichnamigen Herrn, Gitarristen, Shouter, ZĂŒngler, Ironist, Sexprotz und Schlauberger schert sich bekanntlich einen feuchten Kehricht um Marktmechanismen, FĂŒnfjahresplĂ€ne oder VeröffentlichungszwĂ€nge und setzt lieber auf ausdauernde Touren. Denn die gnadenlosesten Riffs seit dem FrĂŒhwerk von AC/DC zĂŒnden immer noch am besten auf der BĂŒhne. Wenn die Kanadier ihre Version von Rock live von der Leine lassen, bleibt selten ein Stein auf dem anderen stehen.

Deftones
Nachdem es albumstechnisch vier Jahre still um die Jungs von den Deftones war, meldeten sie sich 2010 zurĂŒck. Mit „Diamond Eyes“ veröffentlichten sie ein Album, das einen an die AnfĂ€nge der Band zurĂŒckdenken lĂ€sst und auch nicht vor Bluesrhytmen zurĂŒckschreckt. Zugleich gibt’s nach wie vor Gitarrenmassive, nie geahnte Songtiefen und einen Chino Moreno, der so frisch wie am ersten Deftones-Tag daherkommt. Und eines ist klar: wer sich die Deftones live ansieht und dabei Altersmilde erwartet, der hat sich gehörig geschnitten.

Disco Ensemble
Disco Ensemble reden nicht mehr ĂŒber ihren Namen. Nur soviel. Mit Disco hat das nichts zu tun, sondern mit Verwirrung. Alles Weitere kann gegoogelt werden. Reden wir ĂŒber die Musik: Sie spielen Post-Hardcore und Punkrock in bester Tradition. Musik eben, mit der man in Finnland auf Platz eins der Charts kommt. Warum ist das bei uns immer noch undenkbar? Wenn man Disco Ensemble jemals gehört und live gesehen hat, versteht man das eigentlich nicht. Gerade Songs, gitarrenorientiert, meist erfreulich kurz, mit eingĂ€ngigen Botschaften, die aktuelle gesellschaftliche Diskussionen beleben, und eine gewisse Rotzigkeit sollten doch eigentlich jedem sofort einleuchten. Egal, Disco Ensemble kommen wieder einmal nach Deutschland und wir freuen uns drauf


Dropkick Murphys
In den letzten Jahren haben sich die Dropkick Murphys weiterentwickelt, nach eigener Aussage zu einer „rocking & rolling, raging, green-clover machine.“ Dabei ist schwer zu sagen, was die Band so besonders macht: Ihre einfĂŒhlsamen Texte? Die eingĂ€ngigen Melodien? Die ĂŒberwĂ€ltigenden Live-Auftritte? Die Dropkick Murphys sind all das und außerdem unglaublich enthusiastisch, voll ansteckender Energie und grĂ¶ĂŸter Hingabe an ihre loyalen Fans. Fans, die sehnsĂŒchtig auf das neue Album "Going Out In Styles", das im MĂ€rz erscheinen soll, und noch viel mehr auf die anschließenden Auftritte warten. In diesem Festivalsommer besingen die Dropkick Murphys wieder die alte und neue Welt, rothaarige Frauen und die Schönheit des Lebens im Allgemeinen und spielen sich die Seele aus dem Leib.

Face To Face
Klassischer Punk-Rock aus Victorville, Kalifornien (USA) – das charakterisiert Face To Face am Besten. Die schon seit 1991 bestehende Band löste sich zwar zunĂ€chst Ende 2003 auf, kĂŒndigten 2008 jedoch ihre Reunion an und begeisterten in der Folgezeit ihr Publikum, als wĂ€ren sie nie getrennt gewesen. Auf der BĂŒhne schaffen es Trever Keith, Scott Shiflett und Pete Parada immer wieder ihr Publikum mitzureißen und zum Pogo-Tanzen zu animieren. Fans des gekonnten, geraden und unverschnörkelten Punk-Rock dĂŒrfen sich Face to Face nicht entgehen lassen. Wir freuen uns schon jetzt, dass sie in diesem Jahr auch das Area 4 Festival mit einem ihrer wenigen Live-Auftritte 2011 bereichern werden.

Friska Viljor
GefĂŒhlstaumel und Melancholie waren schon immer die Basis großer Songs. Daniel Johansson und Joakim Sveningsson haben 2005 mit gebrochenen Herzen die Band Friska Viljor gegrĂŒndet. Den Liebeskummer haben sie bekĂ€mpft, das DebĂŒtalbum “Bravo!“ im Folgejahr veröffentlicht und in ihrer Heimat Schweden die erste Single „Gold“ auf Platz 11 der Charts platziert. Ihr Musikstil ist so eigen wie kaum ein anderer. „Kindermusik mit erwachsenen Texten“ so bezeichnen sie das Nachfolgealbum “Tour De Hearts“ welches 2008 auf den Markt kam. Ihre Mischung aus Elektro und Folk erzeugen sie dann auch gern mal mit zerbrochenen Gitarren, Glockenspiel und Falsettchören. Mittlerweile haben sie schon ihr viertes Album „The Beginning of the Beginning“ veröffentlicht und werden im August auf dem AREA 4 Festival fĂŒr eine gute Portion schwedischen Indie-Rock sorgen, der fĂŒr Liebeskummer keinen Platz lĂ€sst. Erprobt haben die Beiden das Ganze ja schon


Hot Water Music
Sommer, Sonne, Hot Water Music. Passend zur Festivalsaison bringen die Jungs aus Gainesville, Florida, wieder eine geballte Ladung an Post-Hardcore aus ihrer Heimat mit. Aufwendige Akkordfolgen und komplexe Melodiestrukturen verbinden sich mit rauen und heiseren Vocals, was gerade den besonderen Klang der Musik auszeichnet. Die Band wurde 1994 von Chuck Ragan (Gitarre, Gesang), Chris Wollard (Gitarre, Gesang), Jason Black (E-Bass) und George Rebelo (Schlagzeug) gegrĂŒndet. Hot Water Music ist seitdem aus der Welt des Punk und Postpunk nicht mehr wegzudenken. Bis jetzt haben sie ihre Songs auf 10 LP’s verewigt, die Live-Alben mit gezĂ€hlt. Trotz einer langen Trennung und mehrerer kreativer Schaffenspausen mit SoloausflĂŒgen von Chuck Ragan, hat sich an der energiegeladenen Spielweise der vier nichts verĂ€ndert, denn gerade fĂŒr emotionsgeladene Liveshows ist die Band bekannt.

Ignite
OC – Orange County, Kalifornien – steht ja normalerweise fĂŒr Strand, reiche Leute und vor allem die Fernsehserie. Aber OC hat noch mehr zu bieten: Hardcore Punk. Ignite gehören definitiv zu den herausragendsten und wichtigsten Bands dieser Szene. Ist die Stimme des SĂ€ngers anfangs noch sehr ungewöhnlich, kann man sich spĂ€testens nach dem zweiten Song nicht vorstellen, dass irgendetwas anders klingen sollte. Die fĂŒnf haben das nötige GespĂŒr fĂŒr EingĂ€ngigkeit, die sich nach wenigen Sekunden im Gehirn festmacht und zum Mitgrölen und Moshen einlĂ€dt.

Jimmy Eat World
Eigentlich sollte das aktuelle Album von Jimmy Eat World – „Invented“ – schon vor drei Jahren rauskommen. Allerdings legte die Band eine Schaffenspause wĂ€hrend der Aufnahmen ein, um das 10-JĂ€hrige JubilĂ€um des einflussreichen Albums „Clarity“ mit einer ausverkauften USA-Tour zu zelebrieren. Mit „Invented“ sind Jimmy Eat World ein bisschen erwachsener geworden. Es gibt immer noch viel Pathos, Hall und epische LĂ€nge. Der gute alte Emo ist nicht tot und prĂ€sentiert sich in beeindruckender Breite. Die Beats sind elektronischer, eine Vielzahl von Effekten ĂŒberzieht die Gitarren. Die Themen aber sind genauso wie die Band dem Collegealter entwachsen.

Jupiter Jones
Jupiter Jones sind seit Ende 2010 auf einem Major-Label zuhause. Was Ă€ndert sich? Sellout? Überproduzierte, belanglose Songs und die ganz große Promotion-Keule? Nix da! Das am 25. Februar erscheinende selbstbetitelte Album verspricht das wohl fokussierteste der bisherigen Bandgeschichte zu werden. Und wer jemals Jupiter Jones live erlebt hat wird bestĂ€tigen können, dass man nicht unverĂ€ndert nach Hause geht. Melancholie galore, Dringlichkeit in Worte verpackt und eine Band, die so fragil und gleichzeitg zĂ€h erscheint, dass man mit ihnen einfach nĂ€chtelang Bier trinken möchte.

Karnivool
Wie ein Tsunami kommen Karnivool auf den Festivalsommer zu. Ein fantastischer und einzigartiger Sound – ein virtuoser Rock zwischen Bombast und Experiment ohne sich dabei in ein Schema pressen zu lassen. Akzentuiert und einprĂ€gsam, gefĂŒhlvoll und prĂ€zise, jeder Song ist eine echte Punktlandung, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Karnivool fesseln erst und schaffen es im nĂ€chsten Augenblick schon wieder ihr Publikum in andere SphĂ€ren zu verfĂŒhren. Diese Band hat eine einzigartige PrĂ€senz auf der BĂŒhne und ist eine Garantie fĂŒr ein Konzerterlebnis der etwas anderen Art.

Madsen
Das aktuelle Album „Labyrinth“ ist ein Meilenstein in der Bandgeschichte, ein weiter Schritt nach vorn, nachdem Keyboarder Folli bekanntlich die Band im Guten verließ. FĂŒr viele ist “Labyrinth” ein grandioser Sieg ohne Wenn und Aber, das beste Album der bisherigen Karriere der Band. FĂŒr MADSEN selbst ist “Labyrinth” vor allem ein persönlicher Gewinn. Jetzt sind Madsen mit doppelter Power und der fettesten Madsenplatte zurĂŒck auf der BĂŒhne. Bereits im letzten Jahr konnte man ihre ĂŒberragende Performance auf den Festivals und der ausverkauften Tour spĂŒren. So warm gespielt kann es auch im Sommer 2011 nur großartig weitergehen.

NOFX
NOFX sind sich stets treu geblieben: Gerader Melodic-Punkrock, versetzt mit einem ordentlichen Schuss Ska und einer Prise Hardcore. Keine ausufernden Interviews, denn die Zeit kann man auch in Musik und Texte stecken. Keine Kompromisse, keine Deals mit den großen Plattenfirmen. Jeder Tag ist Independence Day. Wer das alles ĂŒber 25 Jahre auf höchstem Niveau durchhĂ€lt und immer noch Punk ist, der verdient alle Achtung.

No Use For A Name
No Use For A Name, die Punkrock-Band, die 1987 von Tony Sly (Gitarre und Gesang) und Rory Koff (Schlagzeug) in Sunnyvale, Kalifornien gegrĂŒndet wurde, gehört noch immer zu den bekanntesten Bands des Skate Punk. No Use For A Name haben sich hartnĂ€ckig ihre Fangemeinde erspielt und können es offensichtlich nicht lassen, auch weiterhin an vorderster Front mitzumischen. Mit ‚The Feel Good Record Of The Year‘ haben sie 2008 ein Abbild ihrer bisherigen musikalischen Karriere geschaffen. Schnelle Punk-Songs, großartiges Songwriting und auch völlig Genre-untypische Musik fĂŒgen sich perfekt in den Hörfluss ein. Die Band hat bereits mit dem Schreiben der Texte fĂŒr ein neues Album begonnen, das 2011 erscheinen soll.

PanteĂłn RococĂł
Seit ihren ausgedehnten Touren durch Europa in den letzten zehn Jahren, sind die in bis zu 12-köpfiger Besetzung auftretenden Rebellen aus Mexiko auch hierzulande ein fester Begriff, wenn es um Latin-Ska, Mestizo und Latino-Rock mit politischer AttitĂŒde geht. Die dabei in Deutschland erworbenen Sprachkenntnisse lassen sie denn auch gerne in ihre Liedzeilen mit einfließen, ob in Form von Tanzaufforderungen oder politischen Parolen oder einem Cover von „Das Herz von St. Pauli“. Die musikalische Bandbreite PanteĂłn RococĂłs reicht von ausgefeilten Cumbia-StĂŒcken ĂŒber Punkrock bis zu astreinem Ska. Und damit bringen sie zuverlĂ€ssig feierwĂŒtige Menschenmassen zum Kochen. Ihr aktuelles Album "EjĂ©rcito De Paz" (2010) knĂŒpft erfolgreich dort an, wo seine VorgĂ€nger aufgehört haben. Wie gewohnt servieren PanteĂłn RococĂł ein scharfes Mestizo-Gericht aus Latin, Ska und Punk.

Skindred
Skindred sind schon etwas ganz Besonderes: Metalpunker mit Reggae-AttitĂŒde, ohne Furcht vor gar nichts. Die Herkunft nimmt einem erst recht keiner mehr ab. Mindestens Seattle oder Kalifornien nimmt man als Ursprung der Band an. Wer sie hört und sieht kĂ€me niemals auf die Idee, dass die Heimat des Quartetts SĂŒdwales sein könnte. Ist aber auch egal, weil die wahre Heimat von Skindred die BĂŒhne ist. Was nicht zuletzt an Frontmann Benji Webbe liegt, dem Teilzeitschamanen, Teilzeittoastmaster, dem Teilzeitteufel und Teilzeitengel. „Roots Rock Riot“ heißt ihr zweites Album, und das darf man durchaus programmatisch verstehen. Skindred geben dem Clash of the cultures ein ganz neues Gesicht, ein derbes, packendes und definitiv reggae-rockiges. Crossover war vorgestern, unausgereifte Vermischung gestern, heute ist Skindred! Diesen Sommer prĂ€sentieren die Vier ihr brandneues Werk „Union Black“ auf den Open Air BĂŒhnen Deutschlands.

The Bronx
Die Bronx ist legendĂ€r fĂŒr New York. HĂ€rte und BrutalitĂ€t sind hier an der Tagesordnung. Mit bestem Hardcore Punk macht die kalifornische Band The Bronx diesem Ruf alle Ehre. Schmetternder Punkrock/Core sowie deutliche musikalische EinflĂŒsse aus den 80er Jahren der kalifornischen Punkrockszene sind bezeichnend fĂŒr diese Band. 2002 grĂŒndete sich The Bronx und seitdem veröffentlichten sie drei Alben – alle mit dem Titel „The Bronx“. Unterwegs mit The Distillers und Danko Jones erreichen sie mittlerweile in vielen Teilen Europas, Australiens und den USA Kultstatus. Die ironische und energiegeladene Show der Jungs macht jedes Konzert zum Erlebnis und versprĂŒht eben doch ein gewisses „Bronx-Flair“.

The Bouncing Souls
The Bouncing Souls sind schon lĂ€nger als Band unterwegs als manche ihrer Fans alt sind. Die Band aus New Jersey, bekannt fĂŒr ihre griffigen Punk- Hymnen, gehört nicht unbedingt zu den Lieblingen der Musikkritiker, aber das macht nichts, denn sie hat etwas Greifbareres: Die Jungs haben mit Tracks wie Sing Along Forever, Kate Is Great, or The Freaks, The Nerds, And The Romantics – um nur einige zu nennen – ein großes Arsenal an kraftvollen Rocksongs. Alle haben gemeinsam, dass man beim Hören erahnt, was The Bouncing Souls zu so einem kulturellen Mysterium macht; ihre Liebe fĂŒr geradlinige Liveauftritte und ihre Hingabe an ihre leidenschaftlichen Fans, die vom Mittdreißiger „Profi“ bis zum 13-jĂ€hrigen „Die Hard“ gerne mehrere Generationen umfassen.

Thees Uhlmann & Band
Folgende großartige Nachricht gibt es zu vermelden: Wir können uns auf neue Musik von Thees Uhlmann – besser bekannt als SĂ€nger der Hamburger Band Tomte – freuen! 2011 veröffentlicht Thees ein Soloalbum. Ja, richtig gehört, ein Solo-Album, kein Tomte-Album. FĂŒr alle, die nun verschreckt die HĂ€nde vor die offenen MĂŒnder geschlagen haben: keine Sorge, laut Thees hĂ€ngt der Band-Segen nicht schief, nur wurde es mal Zeit fĂŒr einen Silberling mit seinem Namen drauf. Wichtig zu erwĂ€hnen wĂ€re da noch, dass es sich klar und hörbar nicht um TOMTE-Musik handelt. Wall of Sound, Big Band, Blues Harps, Springsteen-Klaviere, Chöre, Riffs, Soul, Staub und Schweiss!" (O-Ton Thees Uhlmann). Man darf gespannt sein!

The Kooks
Eins steht fest: „The Kooks“ sind mehr als phĂ€nomenal. Die vierköpfige Indie-Band aus Brighton verkaufte von ihrem DebĂŒt-Album „Inside In/Inside Out“ sensationelle zwei Millionen StĂŒck, erlangte Doppel-Platin und landete auf Platz 2 der UK-Charts. Erschreckend, mit welcher Leichtigkeit das alles geschieht, denn auch ihr zweites Album „Konk“ knĂŒpfte an den Erfolg an. Platz 1 in den UK-Charts und eine Top-Ten-Platzierung in Deutschland spiegeln wider, dass die Kooks ein zwar junges aber souverĂ€nes GespĂŒr fĂŒr eingĂ€ngige Pop-Rock-Melodien haben. Nun arbeitet das Quartett an ihrem dritten Album, das voraussichtlich im Oktober erscheinen wird. Klar ist: Man kann schon jetzt gespannt darauf sein.

The Menzingers
Pennsylvania, der kleine Staat im Osten der USA, hat mehr zu bieten als nur den Murmeltiertag. The Menzingers, die sich 2005 grĂŒndeten haben jetzt schon den Titel als Senkrechtstarter. Sie schaffen eben eine erfrischende Mischung aus Punkrock und Folktönen. EigenstĂ€ndigen und ein wenig experimentellen Punkrock, dazu energiegeladene Melodien. Die Jungs schaffen es, aus den ĂŒblichen Schablonen auszubrechen und verlieren dennoch nicht den Grundtenor des Punkrocks. Mit ihrem ersten Album "A Lesson In The Abuse Of Information Technology" liefern sie den besten Beweis fĂŒr ihr Können. The Menzingers bieten eine gelungene musikalische Mischung zwischen AuthentizitĂ€t und Sympathie, mit der nötigen Portion Punkrock, denn gute Laune und Sommerfeeling verbreiten sie allemal.

The Mighty Mighty Bosstones
Ende der 80er, als sich niemand mehr fĂŒr Ska interessierte, grĂŒndeten sich die Mighty Mighty Bosstones in Boston und erfanden den Skacore – eine Mischung aus Ska und Hardcore. Ihr immer weiter ansteigender Kultstatus fĂŒhrte die Musiker bis nach Hollywood. In der 1995er College-Komödie "Clueless" performte die Band "Where’d You Go?" und "Someday I Suppose". Die Mighty Mighty Bosstones zĂ€hlen heute mit zu den wichtigsten Ikonen dieses Genres und besitzen zweifelsohne eine Vorbildfunktion fĂŒr Bands wie Mad Caddies und Less Than Jake, auch was die Party auf und vor der BĂŒhne betrifft. FĂŒr eben diese werden sie nun nach einigen Jahren Abstinenz auf deutschen BĂŒhnen beim AREA 4 mit Sicherheit sorgen.

The National
Bei aller Unaufgeregtheit, die die ursprĂŒnglich aus Ohio stammende Band stets umgibt, hat sie es seit ihrem ersten Album aus 2001 doch geschafft, einen stets kaum greifbaren aber gewaltigen Hype zu verursachen. In der allgegenwĂ€rtigen Vorfreude auf ihr fĂŒnftes Album „High Violet“ zeichnet sich das Ausmaß dieser Entwicklung ab: Ihre erste bestĂ€tigte Club-Show im letzten Jahr in Berlin war innerhalb kĂŒrzester Zeit ausverkauft und in den Jahres-Polls 2010 waren sie regelmĂ€ĂŸig top-plaziert. The National ĂŒbertreffen sich einmal mehr selbst. Die Platte lebt von der Verflechtung intelligent inszenierter Rhythmen mit den ĂŒbrigen Arrangements, die neben dem typischen, sehr unmittelbaren Gitarrensound der Band auch Streicher, Blasinstrumente und das fĂŒr den Band-Sound maßgebliche Piano umfassen. Letztlich ist es aber selbstverstĂ€ndlich auch einmal mehr Matt Berningers unverkennbarer, tiefer Bariton, der "High Violet" zu einem typisch großartigen National-Werk macht.

Thirty Seconds To Mars
„This Is War“, der Titel des neuen Albums von Thirty Seconds To Mars, ist weit mehr als lediglich eine Referenz an die inneren KĂ€mpfe, die die Band im Zuge der Albumproduktion ausgefochten hat und mehr als eine Referenz an die globalen wirtschaftlichen und klimabedingten Krisen. „This Is War“ ist 100 % Alternative-Rock und vor allem das Ergebnis einer 18 Monate wĂ€hrenden kreativen Schlacht, die die Band mit aller Heftigkeit im Studio gefĂŒhrt hat. „This Is War” zementiert den Status des Trios (Jared Leto – Gesang und Gitarre, Shannon Leto – Drums und Tomo Milicevic – Gitarre) als weltklasse-stadion-rocking Band. Und getreu ihres Leitspruchs „provehito in altum, das mit „Marschiere weiter zu höheren Ebenen.“ ĂŒbersetzt werden kann, zĂ€hlt nur das Resultat: ein triumphales und machtvoll klingendes Epos, auf dem u.a. 2000 Fans mit Chorgesang und anderen GerĂ€uschen zu hören sind. Diese Parts werden die AREA 4-Besucher sicher gerne live ĂŒbernehmen.

Turbostaat
Mit einer Brušcke vom US-Hardcore zur deutschen Punktradition arbeiten sich Turbostaat durch den gesamten Parcours alternativer Jugendzentren, besetzter HĂ€user und kleiner Clubs zwischen Österreich und Helsinki bis hin zu den großen Festivals. Dies machen die fĂŒnf Flensburger schon seit 1999 in derselben Besetzung – und das kommt an. Immer wieder zieht mit Turbostaat eine stĂŒrmische norddeutsche Brise durchs Land, die unter anderem auch die Herrschaften der Beatsteaks mit sich zog.

Underoath
Dass es diese Kapelle ĂŒberhaupt noch gibt, ist schon ein Wunder, und wer die unendlich vielen Besetzungs- und Instrumentenwechsel in den vergangenen zwölf Jahren ohne Spickzettel aufzĂ€hlen kann, darf sich schon einmal bei „Wetten dass“ anmelden. Die Anzahl der verbliebenen GrĂŒndungsmitglieder liegt inzwischen bei null. Das tut dem Krach, den Underoath durch die Speaker blasen, aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Die letzte Platte der sechs Jungs aus Tampa, Florida, gehört zum Besten, was die Band ĂŒberhaupt veröffentlicht hat. Auch musikalisch hat sich in der Laufbahn immer wieder einiges verĂ€ndert, vom Metal der Anfangstage ĂŒber frickeligen Metalcore geht es auf „Ø (Disambiguation)“ ziemlich Post-Hardcore-mĂ€ĂŸig zu. Heftig deftig, genau so und nicht anders. Immer noch mit christlichen AnklĂ€ngen und Texten. Die Musik geht klar und gerade auf die Zwölf.

Veara
Veara aus Augusta, Georgia, macht großartigen Pop-Punk, der einen an die schönen alten Zeiten von American Pie zurĂŒckdenken lĂ€sst. Mit eingĂ€ngigen Melodien, mehrstimmigem Gesang und eben allem, was Pop-Punk so ausmacht. Nach ausgiebigem Touren unterschrieben Veara Anfang 2010 endlich den langersehnten Plattenvertrag. Nachdem sie Sum 41 letzten Herbst auf Tour begleitet haben, konnten sie sich auch hier ihre eigene Fangemeinde aufbauen. Pop-Punk zum Mitgrölen!

White Lies
Die Jungs von White Lies sind eigentlich unter dem Namen „Fear Of Flying“ schon lange im MusikgeschĂ€ft unterwegs. So richtig sollte es aber nicht funken. Also beschlossen sie, den alten Namen abzulegen und als „White Lies“ neu anzufangen. Das stellte sich als weise Entscheidung heraus: Ihr Debutalbum „To Lose My Life“ stieg auf Platz 1 in die UK-Charts ein. Ihr dĂŒsterer Sound wird gerne mit dem der Editors, Interpol oder Killers verglichen. Und das ist sicherlich nicht das Schlechteste, was einer Band passieren kann. Ihr aktuelles Album „Ritual“ ist etwas elektronischer, immer noch voller bombastischer SoundtĂŒrme und definitiv geeignet, vor und mit vielen Leuten auf einer großen FlĂ€che gesungen zu werden.

Yellowcard
Die fĂŒnfköpfige Band aus Florida ist mit Sack und Pack wieder da. Mit dabei haben sie ein neues Album und natĂŒrlich die Violine, die den Sound von Yellowcard seit 1997 so außergewöhnlich macht. Nach vier Jahren Pause erscheint mit „When You’re Through Thinking, Say Yes“ das inzwischen fĂŒnfte Album der Kalifornier von Yellowcard.
Mit diesem Album sind sie rockiger unterwegs als mit dem VorgĂ€nger „Paper Walls“ und besinnen sich auf alte StĂ€rken. Textlich und gesanglich aber so gut wie eh und je. Ihr ungewöhnlicher Name kam ĂŒbrigens von einer Partytradition, nach der sie, wie beim Fußball, jedem, der GetrĂ€nke verschĂŒttet oder anders negativ auffĂ€llt eine gelbe Karte (yellow card) gaben.

Zebrahead
Zebrahead haben einfach die besten Fans der Welt. Lemmy Kilmister zum Beispiel, der mit den Jungs aufgenommen hat und zum guten Freund geworden ist. Auch Hugh Hefner soll AnhĂ€nger der Kalifornier sein und gerne sein Okay fĂŒr Plattentitel und -cover "Playmate Of The Year" gegeben haben. Und natĂŒrlich ist die restliche Gemeinde, ob prominent oder nicht, seit Langem treu. Noch immer wohnen sie im Orange County mit Bands wie Bad Religion oder The Offspring in der Nachbarschaft und lassen sich die Sonne auf den Pelz und in die Songs brennen. Im Grunde geht es fĂŒr die Kalifornier immer noch um ein paar grundlegende Dinge: Spaß zu haben, den eigenen Lebensstil zu verherrlichen, sie selbst sein, auf politische Korrektheit zu scheißen und laute Musik zu machen.

Weitere Infos findet ihr natĂŒrlich wie immer auf der Festivalhomepage!

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