MOBY – K├Âln, Live Music Hall (07.11.2009)

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Gesch├Ątzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Moby, der Mann der mit "Why does my heart feel so bad" seinen Durchbruch in allen denkbaren Szenen und Altersklassen schaffte, war wieder in Deutschland. Alle die, die in K├Âln und Hamburg zugegen waren, k├Ânnen sich gl├╝cklich sch├Ątzen, denn das waren zun├Ąchst die einzigen Konzerte in deutschen Gefilden.

Startschuss f├╝r den 08.11.09 in der K├Âlner Live Music Hall war 20:00 Uhr.
Es war kaum ein Durchdringen der Halle m├Âglich, so viele Fans versuchten dem Komponisten, S├Ąnger, DJ, Soundfrickler, Produzenten, aber vor allem Mitbegr├╝nder der Rave-Epoche mit dem Sinn f├╝r schmeichelnde Melodien, so nah wie m├Âglich zu sein. Es sollte ein gigantischer Abend zwischen Soul und Rave werden, das konnte man bereits beim Intro und dem Betreten der B├╝hne aller Anwesenden erkennen.

Nach einem wahnsinnigen Intro, samt aller Lichteffekte und der Euphorie des Publikums war nach den ersten vernehmlichen T├Ânen des Songs "Mistake" kein Halten mehr. Der Song vom neuen Album "Wait for me" schien allen bekannt, da sich der Raum binnen weniger Minuten immer weiter aufheizte. Moby wechselte durch alle Stilrichtungen und Alben, was beim Publikum Gefallen fand. Zusammen mit seiner Band und den 2 wunderbaren Stimmen der S├Ąngerinnen Kelli und Joy spielte sich Moby in bester Ravemanier auf Hochtouren.

Der Gro├čteil der Songs kam im neuen, technoideren und h├Ąrteren Gewand, was den m├╝den Tanzbeinen der letzten Monate zu Gute kam und auch nach den bluesigen Balladen den Kreislauf wieder ankurbelte. Kelli schaffte es, dass sich wohl jeder Anwesenden bei "The great Escape" endg├╝ltig in ihrer Stimme verlor. Die geschaffene Atmosph├Ąre sollte nie enden, es war etwas ganz Besonderes. Doch nach dem leider viel zu kurz geratenen St├╝ck, wechselte der Stil schlagartig zu einer Disconummer, mit treibenden Drums und Congabeats. "We’re All Made Of Stars" war das n├Ąchste musikalische Highlight.

Leider war sein damaliger Durchbruch-Song "Why does my heart feel so bad" nicht das, was man nach dem bisher Geh├Ârten erwartet h├Ątte, was f├╝r eine kurze Ern├╝chterung sorgte. Obwohl Joy mit ihrer gewaltigen Stimme versuchte es so emotional wie m├Âglich zu machen, ging der Plan einfach nicht auf.

"Honey" vom Album "Play" ist urspr├╝nglich nur 3 Minuten lang und es war die ├ťberraschung schlechthin, als Moby bereits ank├╝ndigte das die Nummer auf 10 Minuten oder l├Ąnger gestreckt werden k├Ânnte, was mit Vorsicht zu genie├čen ist, f├╝r alle die ihre Laune mit Rauschmitteln aufgebessert haben. Aus 10 angek├╝ndigten Minuten wurden 16 Minuten. Moby lieferte sich mit S├Ąngerin Joy ein Duell aus Gesang und Gitarre und entf├╝hrte so in den Spacerock der 70er Jahre.

Moby l├Ąutete das letzte St├╝ck ein "Feeling so real" ?

Die Live Music Hall verwandelte sich schlagartig in einen einzigartigen Rave-Tempel und lag im Temperaturbereich ├╝ber 100 ┬░C und die Zeituhr schnellte in die 90er Jahre zur├╝ck. Wer sich an dem Abend bislang nicht verausgabte ? konnte jetzt alles nachholen. Ein kr├Ânender Abschluss, eines unglaublichen K├╝nstlers.

"My Name is Moby and I used to be a Raver"

Setlist:
01. Seated Night (Intro)
02. Shot in the Back of the Head
03. Mistake
04. Flower
05. Bodyrock
06. Go
07. Pale Horses
08. The great Escape
09. We’re all made of Stars
10. In my Heart
11. JLTF
12. Why does my Heart feel so bad?
13. Extreme Ways
14. Porcelain
15. One Time we lived
16. When it’s cold
17. Wait for me
18. Natural Blues
19. Raining again
20. Disco Lies
21. The Stars
22. In this World (Z)
23. Lift me up (Z)
24. Honey (Z)
25. Feeling so real (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion
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Bericht: Stephanie S.
Fotos: Michael Gamon

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