DEAR WOLF – Kempen, Stradivari (22.08.2009)

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Dear Wolf (Alexander Clahsen, Vocals/Percussion, Martin Smeets, Gitarre, Oliver Griethe, Drums, Tobias Kirsten, Bass) ist eine Rockband aus Krefeld, die 1988 gegründet wurde und in den 90er Jahren für einige Zeit eine feste Größe in der deutschen Alternative-Landschaft waren. Zuvor war die Band regional unter dem Namen No Sports aufgetreten. Die Band spielt Rockmusik mit englischen Texten und Elementen aus Alternative Pop und Rock. Dear Wolf feierte Anfang der neunziger Jahre Erfolge mit ihren Alben und durch Videoausstrahlungen der Songs Lost und Summertrain über MTV und VIVA. Aufgrund musikalischer Differenzen war im Jahre 1997 das vorläufige Ende der Band unausweichlich. Anfang 2005 initiierten die beiden Köpfe und Gründungsmitglieder von Dear Wolf, Alexander Clahsen und Martin Smeets, die Band neu. Mit dem Drummer Oliver Griethe und dem etwas später dazu gestoßenen Bassisten Guido Geerlings komplettierte sich die Band, mittlerweile hat Guido die Band aber wieder verlassen und Tobias Kirsten vervollständigt das Gesicht der Combo in heutiger Form.

Im der gemütlichen Location des Stradivari am linken Niederrhein in Kempen fanden sich einige Hardcore-Fans der ersten Stunde und interessierte Neugierige (dazu zählt sich auch der Autor dieser Zeilen) ein, um dem Konzert der vier Jungs beizuwohnen. Die dunkle Atmosphäre und das Schummerlicht unterstrichen die oft melancholische Grundstimmung der Waverock-Songs und grub sich fest in das Unterbewusstsein. Das Publikum genoss die Präsentation der Stücke und beklatsche diese wohlwollend und anerkennend, auf dass auch diese neuen Töne wohl bald zu den Klassikern der Band gehören werden. Auch einige alte Classics wurden zu Gehör gegeben, darunter die Tracks ?Mary Anne?, ?Summertrain?, ?Vaulting Horse?, ?Dig Me For Something? und ?Radiate?. Doch auch die neuen Songs wussten zu überzeugen. Die Band gab wirklich alles und Sänger Alexander Clahsen zeigte seine Vielseitigkeit, in dem er bei einigen Stücken (u.a. ?Machinery?) Percussion spielte oder bei ?Superstar? gekonnt die Kopfstimme einsetzte. Richtiges Gänsehautfeeling kam auch bei der Ballade ?The Deep? auf, es fehlte nur noch ein brennender Kerzenständer auf der Bühne. Die Zeit flog nur so vor sich hin und schon verabschiedeten sich Dear Wolf von ihren Fans, aber nicht ohne noch einige Zugaben wie ?Rollercoaster? und ?Life Is A Grand? zu geben. Drummer Oliver zog es sogar noch für eine kleine Minishow zurück auf die Bühne, während die restliche Band bereits mit den Fans auf ein Bierchen ein nettes Gespräch führte. So menschennah und sympathisch erlebt man nicht jede Band, und es ist ihnen zu gönnen, dass bald ihre zweite große Karriere startet!

Wer die Band selber live erleben möchte, dem seien hiermit folgende Livegigs ans Herz gelegt:

03.10.09 Jazzkeller, Krefeld
14.11.09 Cafe Steinbruch, Duisburg

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch Anklicken des Fotos:

Bericht : Frank Stienen
Fotos : Michael Gamon

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