A FLOCK OF SEAGULLS – Köln, Luxor (12.09.2009)

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A Flock of Seagulls ist eine legendäre New-Wave-Band, die 1979 in Liverpool gegründet wurde und in den 80ern ihre größten Hits hatte. Sie waren so populär, dass sie sogar 1983 mit dem Grammy für ?Best Rock Instrumental Performance? belohnt wurden. Elly Jackson, Sängerin des New Wave-Duos La Roux, nennt ?AFOS?-Mastermind Mike Score als Inspiration weniger für ihre Musik, denn ihres Haarstiles. An diesem schönen Samstag Abend hatten sich bereits etliche Mitdreißiger, aber auch junges Volk im Luxor in Köln versammelt, um der Band, die in den 80ern abschätzigerweise zu den ?Frisurenbands? gehörte, zu lauschen. Die Location des Luxor ist übersichtlich, aber gemütlich und da der Raum nicht ganz gefüllt war, hatte man genug Beinfreiheit um sich im Takte der Musik zu wiegen. Von der Originalbesetzung ist mittlerweile nur noch Sänger Mike Score übrig, das aktuelle Lineup ist Mike Score (Vocals, Keyboards, Guitar), Joe Rodriguez (Lead Guitar), Pando (Bass) und Michael Brahm (Drums).

Pünktlich gegen 20 Uhr betraten A Flock of Seagulls die Bühne, nachdem ein gut aufgelegter Rastafari die Instrumente gecheckt hatte. Mike Scores Frisur wurde unter einem Basecap versteckt, unter dem ein Pferdeschwanz hevorlugte, also scheinbar war es dem Sänger überdrüssig, auf seine Haare dezimiert zu werden. Zu Recht, denn die Musik war atemberaubend. Beginnend mit ?Modern love is automatic? und ?Hearts on fire? war man sofort verzaubert und die Beine fingen an zu zucken. Unter frenetischem Applaus ging es weiter. Bei ?The more you live the more you love? kam Partystimmung auf und Mike Scores Stimme hat in den 25 Jahren nichts von seiner Qualität und Anziehungskraft verloren. Die Klassiker wurden nur so abgefeuert, bei denen Score abwechseln Keyboard und Gitarre spielte, aber auch die ?neueren Songs? wie ?Naked? und ?Rainfall? kamen beim Publikum gut an und betteten sich perfekt in dem Gesamtsound des Konzertes ein. Oft kam psychedelisches Feeling auf. Besonders bei der Ballade ?Man Made? legte Gitarrist Joe Rodriguez so richtig los und man konnte sich nur wundern, wo so eine kleine, zierliche Person so viel Energie her holte. Wie würde Mr. Spock sagen? – Faszinierend! Hit auf Hit folgte, aber ?Telecommunication?, schoss live den Vogel ab, rockig, elektronisch und dynamisch kam der Song rüber und die ganze Halle tanzte und sang. Das war wirklich ganz großes Kino! Mit dem Song ?I ran?, bei dem Score das Publikum zum Mitsingen aufforderte (welches dies liebend gerne tat) verließ die Band die Bühne und kam nach einer angemessenen Zeit Zugabe-Rufe für ?Nightmares? auf die Bretter zurück. Nach gefühlten 10 Minuten Konzert verabschiedeten sich die Vier endgültig von Ihren Fans, die sichtlich noch mehr erwartet hatten. Schade, aber wie heißt es doch so schön: Wenn´s am Besten ist, sollte man aufhören! 😉

Setlist:
01. Modern Love Is Automatic
02. Hearts On Fire
03. See How The Rain Falls
04. The More You Live The More You Love
05. Naked
06. She Won´t Let You Down
07. Man Made
08. Space Age Love Song
09. Telecommunication
10. Remember David
11. Messages
12. Wishing
13. I Ran
14. Nightmares (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch Anklicken des Bandfotos:

Bericht : Frank Stienen
Fotos : Michael Gamon

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