Nocturnal Culture Night – Deutzen, Kulturpark (04.-06.09.2009)

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Nocturnal Culture Night 4, 04.-06.09.2009 – Deutzen / Kulturpark

Die Nocturnal Culture Night ist ein kleines Open Air Festival, welches dieses Jahr zum 4. Mal im Kulturpark in Deutzen stattfand. Insgesamt 30 Bands aus den Bereichen Dark-Wave, Gothic, Metal, Elektro und Industrial boten den Besuchern der schwarzen Szene ein abwechslungsreiches Programm. Das Festival war für 3 Tage angesetzt, also ein volles Programm für das gesamte Wochenende.

Der Kulturpark in Deutzen bietet den Festivalbesuchern durch die amphitheaterähnliche Hauptbühne ein besonderes Ambiente. Eine zweite, kleinere Bühne befand sich in der Nähe des Eingangsbereiches. Damit man keine Band verpasste, spielten die Bands abwechselnd auf der großen und kleinen Bühne. Dies hatte auch den Vorteil, dass es keine großen Wartezeiten durch Umbaumaßnahmen gab. Durchaus ein interessantes Konzept.

Freitag, 04.09.2009

Am Freitag war der Einlass um 17:00 Uhr angesetzt. Das Festivalgelände war zum Glück gut ausgeschildert. Das letzte Stück führte über eine doch recht holprige Strecke, vorbei an Schafen und einen kleinen Fluss. Der Parkplatz bot genügend Platz, und einige Gäste hatten es sich bereits gemütlich gemacht. Das Wetter sah schon etwas trüb aus. Aber für Anfang September ist es auch normal, dass es nicht mehr so warm ist.

Gegen 18:00 Uhr wurden die Festivalbesucher auf der kleinen Bühne begrüßt. Das Gelände war noch nicht voll, aber einige Hundert Gäste waren bereits am Anfang da. Opener des Festivals waren die Industrial-Techno-Band XP8 [GALLERY]. Die Band besteht aus Marco Visconti (Keyboard) und Marko Resurreccion (Gesang) und wurde 2001 gegründet. 2005 erschien ihr Debüt-Album "Hrs:Min:Sec". Mit ihrem tanzflächengeeigneten Sound heizten sie den ersten Besuchern ein. Somit waren sie ein gelungener Auftakt für das Festival.

Auf der großen Bühne war es nun Zeit für Mantus [GALLERY], die im Bereich Gothic / Romantik-Rock angesiedelt sind. Obwohl die Band seit 9 Jahren existiert, hatten sie dieses Jahr erst ihren ersten Live-Auftritt auf dem Amphi Festival. Auch in Deutzen präsentierten Mantus ihre auf deutsch gehaltenen Lieder mit einer großartigen musikalischen Unterstützung. Obwohl es jetzt deutlich zu regnen anfing, wurde die Show dadurch nicht getrübt.

Auf der kleinen Bühne ging es mit der Leipziger EBM-Formation Painbastard [GALLERY] weiter. Sänger Alex P. macht bereits seit 1995 Musik und kann auf einige Veröffentlichungen und Liveauftritte zurückblicken. Live wird er am Keyboard durch Alex K. unterstützt. Dem Publikum wurde nun wieder die Gelegenheit zum Tanzen gegeben.

Es war inzwischen schon 20:30 Uhr. Nun war es Zeit für Angels & Agony [GALLERY]. Die niederländische Formation rund um Sänger Reinier Kahle gibt es seit nunmehr 14 Jahren. Sie haben vor 2 Jahren ihr 3. Studioalbum "Unison" veröffentlicht. Die Band besticht durch vielschichtigen Einsatz der elektronischen Klänge, gepaart mit dezenten Einsatz von Gitarre und Bass. Angels & Agony lieferten in den 50 Minuten eine gelungene Performance. Inzwischen war auch bereits ein Großteil der Besucher eingetroffen.

Die letzte Show auf der kleinen Bühne bestritt am ersten Abend das Elektro-Duo Klangstabil [GALLERY]. Maurizio Blanco und Boris May arbeiten bereits seit 1994 zusammen. Die Stücke sind einerseits experimentell, andererseits auch melodisch. Die Show hat einen durchaus düsteren Charakter und wirkt zudem ein bisschen melancholisch. Hauptsächlich sang Boris. Aber auch Maurizio trat ans Mikrofon, vorwiegend um Texte im perfekten italienisch vorzutragen. Das Publikum stand nun dicht gedrängt vor der kleinen Bühne und lauschte den Klängen.

Headliner für den ersten Abend waren die deutsche Dark-Wave-Band Diary Of Dreams [GALLERY]. In den letzten 20 Jahren hat die Band um Adrian Hates etliche Alben veröffentlicht. Auch bei der Besetzung und dem Musikstil gab es immer wieder Änderung. Der düstere Stil der 90er wich dem Elektro-Rock. Die Band kann auf eine große Fangemeinde blicken. Als krönenden Abschluss präsentierten Diary Of Dreams eine Show in voller Länge, die es sonst nur bei Einzelkonzerten zu sehen gibt. Die Stimmung auf dem Festival erreichte jetzt ihren Höhepunkt. Es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert.

Trotz des nicht allzu guten Wetters war der erste Festivaltag ein gelungener Auftakt.

Samstag, 05.09.2009

Der zweite Tag sollte nun schon wesentlich eher beginnen. Der Regen hatte aufgehört, jedoch die Zufahrt zum Festivalgelände war jetzt matschig, so dass man hoffen musste, nicht im Schlamm stecken zu bleiben. Erst wenige Gäste waren um die Mittagszeit schon da. Den meisten war es wohl doch noch zu zeitig.

Gegen 12:00 Uhr startete aber dann doch der zweite Tag, der auch der Längste werden sollte. Auf der kleinen Bühne ging es los mit Suicidal Romance [GALLERY]. Die estnische Band besteht aus Keyboarderin Maarja Korstnik, der Sängerin Viktoria Seimar und Mastermind Dmitry Ivanov, der für Gesang, Texte und Programmierung zuständig ist. Sie vereinen in ihrer Musik futuristische Klänge mit klassischen Klavierklängen. Ebenso die Abwechslung von weiblichen und männlichen Gesang machen einen Gegensatz aus. Neben Songs vom Debüt-Album "Love Beyond Reach" gab es auch einige neue Stücke zu hören. Leider war die Show nach 30 Minuten bereits beendet. Aber das zeitige Aufstehen hat sich gelohnt, zumal es die bis jetzt einzige Show von Suicidal Romance in diesem Jahr in Deutschland war.

Danach ging es auf der Hauptbühne mit der ersten Band los. Ganz kurzfristig ist hier die Berliner Elektro-Band Manipulation [GALLERY] eingesprungen. Die Band wurde 1993 von Andreas Steckmann gegründet, der sowohl für Gesang, als auch für Programmierung und Texte verantwortlich ist. Die erste Band auf der Hauptbühne hat es bekanntlich immer schwer, und so konnte Manipulation das noch träge Publikum noch nicht zum Tanzen bewegen.

Zurück zur kleinen Bühne. Hier ging es mit der Nürnberger Minimal- und Electroclash-Duo Die Perlen [GALLERY] weiter. Die Band existiert seit neun Jahren und brachte zunächst einige Demos heraus. 2004 erschien dann die erste EP "Gedankenzüge", gefolgt von den Alben "Telektroponk" (2006) und "Szenenwechsel" (2008). Als Telektroponk bezeichnen sie übrigens selbst ihren Musikstil, also eine Mischung aus Techno, Elektro, Pop und Punk. Die Perlen verwenden bei ihren Songs abwechselnd elektronische Elemente sowie punkige Gitarrensounds. Die Titel sind vorwiegend deutsch und forderten das Publikum zum Mitsingen auf. In ihren Texten beschäftigen sich die Perlen hauptsächlich mit Themen des Alltags. Das Publikum in Deutzen war erwacht und eine kleine Fangemeinde tanzte kräftig mit.

Als nächstes wurde es Zeit für die Elektro / New Wave Formation gojJA moon ROCKAH. [GALLERY] Die Band veröffentlichte letztes Jahr ihr Debüt-Album "Elektronation". Ein Jahr zuvor veröffenlichten sie noch eine EP. Die Texte von goJA moon ROCKAH sind vorwiegend in Deutsch gehalten, beschäftigen sich mit verschiedenen Themen, sind aber nicht so ernst zu nehmen. Insgesamt eine ganz angenehme Performance.

Accessory [GALLERY] starteten anschließend auf der kleinen Bühne durch. Relativ kurzfristig wurden sie als Ersatz für Faderhead bestätigt. Die Chemnitzer Elektro-Industrial-Formation um Dirk Steyer veröffentlichte 1997 das erste Album "Electronic Controled Mind". Zahlreiche Veröffentlichungen folgten in den kommenden Jahren. Die Musik ist vielschichtig und tanzflächenfähig. Viele einheimische Fans kennen die Band und tanzten begeistert mit.

Gegen 15:40 Uhr ging es auf der großen Bühne musikalisch in eine völlig andere Richtung. Die Folk-Gothic Band Rabenschrey [GALLERY] sorgten nun für mittelalterliche Klänge. Der Gründer der Band Donar von Rabenschrey zählte im vorderen Bereich insgesamt 18 Fans. Doch ob 18 oder 20000, sowohl die Band als auch die Fans haben den Auftritt genossen. Das Wetter wurde nun besser, und die restlichen Besucher genossen die Sonnenstrahlen.

Die aus Frankreich stammende Elektro-Formation Tamtrum [GALLERY] sind hierzulande noch relativ unbekannt, sind aber in ihrem Heimatland längst nicht mehr aus der Underground?Szene wegzudenken. Ihre Songs zeichnen sich durch treibende Beats und melodische Strukturen aus. Der vordere Bereich der Bühne verwandelte sich gleich in eine Tanzfläche. Sänger Benoit Sixteen schaffte es sofort, das Publikum für seine Musik zu begeistern. Für mich persönlich war Tamtrum eine der positiven Überraschungen auf dem Festival.

Eines meiner persönlichen Highlights folgte nun auf der großen Bühne: Spectra*Paris [GALLERY]. Hinter dieser nur aus Frauen bestehenden Band steht niemand geringeres als Elena Alice Fossi, Frontfrau von Kirlian Camera. Musikalisch geht Spectra*Paris einen etwas anderen Weg. Die Musik klingt etwas rockiger, die Songs sind aber allesamt Ohrwürmer. Neben Songs des Debüt-Albums "Dead Model Society" wurden auch eine ganze Reihe neuer Songs präsentiert. Der Auftritt war eine gelungene Performance. Das Publikum war jetzt dicht vor der Bühne gedrängt und die Stimmung nahm immer mehr zu.

Der folgende Bühnenaufbau auf der kleinen Bühne ließ auf etwas Außergewöhnliches schließen. Spitze Gegenständen umrandeten halbkreisförmig das Mikrofon. Die Moderatorin erwähnte scherzhaft, dass dies nicht den Sicherheitsbestimmungen entspricht. Danach betraten Jesus And The Gurus [GALLERY] die Bühne. Die aus der Schweiz stammende Metal-Industrial-Band fiel sofort durch außergewöhnliche Outfits und Instrumente auf. Vorwiegend im Military-Look (von Panzerfahrer bis Cybersoldat) gekleidet, präsentierten Jesus And The Gurus eine Show der besonderen Art mit tollen Effekten und einprägsamen Songs.

Mittlerweile war es schon fast dunkel geworden. Auf der großen Bühne war es nun Zeit für die deutsche Elekto-Gothic-Band Das Ich [GALLERY]. Seit 20 Jahren machen Stefan Ackermann und Bruno Kramm gemeinsam Musik. Die Show ist natürlich sowohl ein visuelles als auch einzigartiges musikalisches Erlebnis. Mit über 70 Minuten Spielzeit und einem gewaltigen Musikprogramm der letzten 2 Jahrzehnte fesselten Das Ich das Publikum. Zum Schluss bedankten sie sich für 20 Jahre Treue bei den Fans.

Weiter ging es mit einer Band, die bereits seit 29 Jahren Musik macht. Auf der kleinen Bühne wurde nun The Cassandra Complex [GALLERY] angekündigt. Die aus Leeds stammende Band konnten sich bereits in den 80er Jahren einen Namen in der Musikszene verschaffen. Obwohl es in den letzten Jahren relativ ruhig um die Band war, meldeten sie sich vor 2 Jahren mit neuem Material zurück. Die Bühne war zunächst in dichten Nebel gehüllt, bevor die Musiker hervortraten. Kenner dieser Kult-Band kamen nun auf ihre Kosten. The Cassandra Complex zeigten mit ihrer Show, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

Als letzte Band auf der großen Bühne präsentierte man die deutsche Elektro-Band In Strict Confidence [GALLERY]. Sie wurden erst wenige Tage vor Festivalbeginn als einer der Headliner bestätigt. Über diese Überraschung habe ich mich besonders gefreut, insbesondere da In Strict Confidence in den letzten 2 Jahren kaum noch live zu sehen waren. Das letzte Album "Exile Paradise" ist zwar jetzt auch schon wieder 3 Jahre her, jedoch verzaubern diese Songs immer wieder auf’s neue. Natürlich gab es auch wieder viele Klassiker und "Zauberschloss" letztendlich sogar zweimal. In Strict Confidence waren ein gelungener Abschluss des zweiten Tages und ich persönlich freue mich schon auf das nächste Album und auf ein anschließendes Konzert.

Auf der kleinen Bühne gab es dann als Mitternachtsspezial noch die Neofolk-Band Rome zu sehen. Hier musste ich dann aber dann verzichten, da ich nach diesem langen Tag doch sehr erschöpft war. Wieder ging – nach über 12 Stunden Livemusik – ein sehr schöner Tag zu Ende.

Sonntag, 06.09.2009

Auch der 3. Tag begann wieder um 12:00 Uhr mittags. Erst wenige Besucher hatten sich um diese Zeit auf dem Festivalgelände eingefunden. Diese waren jedoch noch etwas schläfrig und saßen gemütlich auf den Bänken.

Die Moderatorin begrüßte die ersten Gäste und präsentierte sogleich die erste Band des Sonntags: Deathgression [GALLERY]. Das deutsche Elektro-Industrial-Projekt von Rinze Wouda existiert seit 3 Jahren. Demnächst soll das Debüt-Album Battlefield Ethnics erscheinen.

Weiter ging es auf der kleinen Bühne mit der Leipziger Elektro-Band Camping im Keller [GALLERY]. Sie setzen auf klassische Elektro-Elemente und verwenden vorwiegend deutsche Texte. Musikalisch wollten sie sich aber nicht in irgendeine Schublade pressen. Eine kleine Fangemeinde tanzte nun bereits am Rand der kleinen Bühne.

Etwas härter ging es jetzt auf der großen Bühne mit Battle Scream [GALLERY] weiter. Die Dresdener Elektro-Rock-Band kombiniert elektronische Klänge mit rockigem Gitarrensound. Das aktuelle Album "Suffering" ist kürzlich erschienen, wovon auch einige Songs präsentiert wurden. Auch hier tanzten viele Fans.

Auf der kleinen Bühne folgte nun die EBM-Formation Jäger 90 [GALLERY]. Eine beachtliche Fangemeinde war bereits vor Beginn am Bühnenrand versammelt. Die Musik von Jäger 90 zielt auf klassischem EBM mit minimalistischen Texten. Jäger 90 stellen musikalisch keine Innovation dar, dennoch tanzten viele Besucher begeistert mit.

Wieder gab es nun einen musikalischen Wechsel auf der großen Bühne. Die Folk-Rock-Band Nachtgeschrei [GALLERY] haben vor einigen Monaten ihr Album "Am Rande der Welt" veröffentlicht. Musikalisch vereinen Nachtgeschrei mittelalterliche Instrumente mit modernem Gitarrensound. Hier versammelte sich eine kleine Fangemeinde vor der Bühne, sang und tanzte mit.

Rockig blieb es auch auf der kleinen Bühne, wobei die Musik von Scream Silence [GALLERY] jedoch eher in Richtung Gothis-Rock angesiedelt ist. Im dichten Nebel startete die Berliner Band. Sie setzen fast ausschließlich auf klassische Rockinstrumente wie Gitarre und Bass und konnten dem Publikum ordentlich einheizen.

Gegen 16:00 Uhr war es dann Zeit für Kloq [GALLERY]. Die britische Elektro-Band heizte den teilweise noch trägen Gästen gleich von Anfang an richtig ein. Nun gab es keine Zeit mehr für einen Stillstand. Sänger Greg C tanzte wie ein Wirbelwind auf der Bühne und begeisterte die Gäste, die sofort mittanzten. Kloq waren eine weitere Überraschung des Festivals. Ich hatte Kloq schon vor einigen Jahren mal als Support gesehen, konnte mich aber gar nicht mehr so sehr daran erinnern. Diesmal überzeugten sie auf jeden Fall durch ein großartige musikalische Leistung und eine gelungene Performance.

Die deutsche Band Escape With Romeo [GALLERY] sind bereits seit 20 Jahren unterwegs. Mit ihrem Album "History" begeben sie sich mit ihren besten Songs auf eine Zeitreise. Dies bekam man auch bei ihrem Auftritt zu spüren. Die Gäste standen dicht gedrängt vor der Bühne, lauschten den Klängen und sangen mit.

Die deutsche Elektro-Industrial-Band Funker Vogt [GALLERY] ist schon seit fast 15 Jahren ein Begriff in der Elektro-Szene. Sie haben unlängst ihr Live-Album und DVD "Warzone K17" veröffentlicht. Neben vielen Songs vom letzten Album "Aviator" gab es natürlich auch viele Klassiker. Auch nach so vielen Jahren ist "Words of Power" immer noch einer meiner Favoriten. Die Show von Funker Vogt brachte das Publikum zum tanzen. Jedoch war das Line-Up etwas vermindert. Gerade das hat die Band live immer zu einem unvergesslichem Erlebnis gemacht. Aber dennoch konnten Funker Vogt mit einer überzeugenden Show punkten.

Jetzt stand bereits die letzte Band auf der kleinen Bühne auf dem Programm. Hinter 32 Crash [GALLERY]  steckt niemand geringeres als Jean Luc de Meyer, eines der Mitglieder der belgischen Elektro-Legende Front 242. Zusammen mit Len Lemeire (Implant) und Jan D’Hooghe (Ex Drummer Vive La Fete) entstand vor 2 Jahren dieses Projekt. 32 Crash haben 2007 das erste Album "Weird news from uncertain future? und das Mini-Album "Humanity" veröffentlicht. Verwunderlich war für mich, dass sich nur wenige Besucher bei diesem musikalischem Highlight einfanden. Aber die wenigen Fans haben dieses Konzert richtig genossen, so dass auch Zugaben nicht ausblieben.

Kurz vor 21:00 wurde es dann Zeit für die dreißigste und letzte Band des Festivals: Crematory [GALLERY]. Die deutsche Gothic-Metal Band kann bereits auf eine 15-jährige Bandgeschichte zurückblicken. Das aktuelle Album "Pray" erschien Anfang 2008. Das Publikum hatte sich nun ein letzes Mal vor der großen Bühne versammelt. Die Band war gut drauf, die Stimmung konnte jetzt nicht besser sein. Neben vielen Songs vom letzten Album präsentierten Crematory auch den Klassiker "Tears of Time" sowie das Sisters Of Mercy Cover "Temple of Love".

Obwohl Crematory nicht unbedingt meinen Geschmack treffen, war die Show doch eine der aufregendsten und witzigsten des gesamten Festivals. Vielleicht lag es am leicht erhöhten Alkoholpegel einiger Bandmitglieder, vielleicht aber auch an der unvergleichlichen Stimmung, die zum Schluss verbreitet wurde.

Fazit:

Die 4. Nocturnal Culture Night war zwar ein kleines Festival. Dennoch konnte hier ein hochwertiges Line-Up für wenig Geld präsentiert werden. Ein reibungsloser Ablauf in angenehmer Atmosphäre sorgte für das Wohlbefinden für alle Besucher. Ich denke, dass dieses Festival sowohl den Besuchern als auch den Bands viel Spaß gemacht hat und ich würde mich freuen, wenn ich nächstes Jahr wieder mit dabei sein könnte.

Weitere Fotos des Festivals folgen in Kürze …

Bericht und Fotos : Thomas Bunge

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