DEAD GUITARS – Krefeld, Kufa (21.12.2008)

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Der Vorverkauf des vorweihnachtlichen Konzerts lief schleppend, nur 15 Karten wurden verkauft. Das änderte sich am tatsächlichen Abend schlagartig. Fast 200 Leute kamen, um sich an dem musikalischen Hochgenuss zu erfreuen.

Hier traf man unzählige alte Bekannte und neue Anhänger, welche die Dead Guitars Familie und den Abend zu dem machen, was er jetzt ist ? einzigartig.

Leicht entkräftet konnte man einige Bandmitglieder schon am Merchstand begrüßen, bevor sie sich ihren Fans zeigten. Die kleine Halle in der Kufa war mittlerweile voll, während sich ein Nebelschleier über die Bühne und über den Publikumssaal legte und somit der fühlbar wavig-düsteren Atmosphäre Ausdruck verlieh.

?Name of the Sea?, das erste Stück der ?Airplanes? CD machte auch den Anfang des Abends. Carlo streckte bei Betreten der Bühne wieder beide Daumen dem Publikum entgegen, ein deutliches Zeichen für seine Zuversicht und Freude.

Wer die Jungs bisher nicht gesehen hat, hat schier was verpasst und eigentlich kann man zu dieser Genialität und Liebe zur Musik nicht mehr viel sagen, es ist mehr als ein Gefühl und mehr als nur Musik, das wurde nach den ersten Tönen wieder mal allen klar.

?Crumble Zone? folgte im rockigen Gewand mit einem stimmlich hochtourenden Pete. Schon jetzt war der Schuppen soweit aufgeheizt, dass ich erwartet hätte mehr mitsingende Familienmitglieder zu hören, aber es war ja erst der zweite Song und dafür wurden die Extremitäten eines jeden Einzelnen bereits bewegt.

?Blue? vom neuen Album ?Flags? ist bisher das emotionalste und exorbitanteste Stück der Dead Guitars, welches live die Kraft besitzt alles und jeden um dich herum auszublenden, als richtete jemand das Scheinwerferlicht auf einen und während man sich umschaut, stellt man fest, dass alle wie versteinert auf den Meister schauen um sich verzaubern zu lassen. Die Kraft des Songs, explizit der Refrain trug einen hinfort um sich vollends in der Musik zu verlieren.

Mit ?Pristine? (ebenso vom ?Flags? Album) gelang ihnen ein würdiger Übergang nach dem, meiner Meinung nach, besten Stück der Dead Guitars.

?Isolation? und ?This was the Year? machten der Melancholie Beine, so dass wieder getanzt werden konnte. Ziemlich rockig und Energie geladen ging es insbesondere bei letzterem her. Zu ?Crash? braucht es nur wenige Worte. Diese Musik "saves me from the Crash". Immer wieder aufs neue macht sie einem bewusst, wie unentbehrlich sie ist. Musik generell, Musik von den Dead Guitars, vielmehr noch dieser Song. Auf der Setlist darf er nicht fehlen und wenn er so dargeboten wird, wie an diesem Abend, dann drückt dies unmissverständlich aus was er bedeutet.

Es schien fast Schluss zu sein, doch wie sang einst schon Trude Herr ?Niemals geht man so ganz? ?

Man bescherte uns schon jetzt mit 2 Zugaben und 3 wunderbaren Liedern in ausdrucksstarken Versionen. Sven-Olaf und Ralf, Patrick und Pete, aber vor allem Carlo gaben scheinbar ihr letztes Hemd und vereinten ihr ganzes Können auf explosivste Weise, dass es keiner wagte den Raum eher zu verlassen und die Band so mit ?Airplanes? sogar noch ein nicht eingeplantes Stück aus dem Ärmeln schüttelte.

Whats the color of your mind?

I?m enlightened .. mine is blue!

Setlist:
01. Name Of The Sea
02. Crumble Zone
03. Water Colours
04. Blue
05. Pristine
06. Goodbye Wildlife
07. Isolation
08. This Was A Year
09. Crash
10. Silver Cross River
11. The Great Escape
12. Airplanes

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Concert-Pictures Sektion (für Bildkommentare muss man aus Spamverhinderungsgründen leider angemeldet sein) oder direkt hier durch anklicken des Bildes:

Bericht : Steffi Sieler
Fotos : Michael Gamon

 

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