SCHILLER – Dortmund, Westfalenhalle 2 (15.05.2008)

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Christopher von Deylen: bereits seit 10 Jahren als Musiker unterwegs und als ?Schiller? bekannt, widmet sich auf seinem neuen Album ?Sehnsucht? neuen Welten und unentdeckten Sphären der Musikgeschichte. Durch und mit ihm sind viele Künstler entdeckt und erfolgreich geworden. Er eröffnet uns neue Horizonte und weist uns den Weg in der manchmal chaosreichen Gefühlswelt. Sparklingphotos hatte die Möglichkeit dem gigantischen Live-Spektakel beizuwohnen?.


?Willkommen in der neuen Welt von Schiller?

Dortmund-Westfalenhalle: rauchfrei, gut gefüllt, erwartungsvoll ? bis der Startschuss endlich ausgelöst wurde. Einen derartig, gigantischen Start hatte ich bei bisher noch keinem Konzert erleben dürfen. Das Lichtspiel erreichte schon zu Beginn an einen Höhepunkt, der sich beim dritten Lied ?Wunschtraum? vollends entfalten konnte. Schiller auf Videoleinwand projeziert, vereint sich mit der Musik und den Lichteffekten, welche den ganzen Saal erhellen. Jeder Song gewinnt durch den ausgereiften Übergang, Schiller schafft Strukturen in seinen Auftritten, wodurch ein Gesamtbild der Perfektion entsteht.

Jette von Roth betrat die Bühne und ließ ihre klare, zarte Stimme zu ?Der Tag ? du bist erwacht? unter den typisch, prägnanten Schiller-Sounds erklingen. Sie weiß ihre Einzigartigkeit, nicht nur in der Stimme einzusetzen, welche auch das Publikum einvernehmlich anerkennen muss und sich der exzellenten Show zwangsläufig hingibt. ?Black? ? Lied 5 an diesem Abend wird von der selben Gastsängerin vorgestellt. Überraschenderweise erinnert Jette urplötzlich an Björk. Zerbrechlich aber auch schräg gibt sie den Song zum Besten. Hiermit setzt sie die Messlatte, für die anderen Gastsänger, welche bis dato noch unbekannt waren, ziemlich hoch.

Schiller?s ?Schiller? wurde großartig präsentiert: energiegeladen, basslastig, laut, treibend. Miki zelebrierte im Lichtmeer von Spektralfarben sein lang andauerndes Gitarren-Solo, welches zugegebenermaßen schon fast an Oldfield-Zeiten erinnerte. Dieser Teil des gesamten Abends war bereits eine Weltreise durch die grenzenlosen Weiten der Musik. Exorbitant flashend. Anschließend konnte sogar die erwartete Begrüßung vernommen werden und so schallte es nach ?Schiller? aus den Lautsprechern endlich ?Guten Abend? ?

Eine neue Gastsängerin betrat unter völliger Dunkelheit die Bühne. ?I need you? nannte sich der Song, welcher unter voller Konzentration sehr gefühlvoll vorgetragen wurde. Ein Song aller erste Güte, der unter anderem auch von den Tanzeinlagen der profitierte.

Glockenspiel, ein Oldfield-Stück trägt denselben Titel, war der Song zur Halbzeit. Wie im Flug, durch Raum und Zeit, war eine Stunde vergangen. Rückblickend bleibt zu sagen, dass der Zeitpunkt nicht hätte besser sein können. Dieser Song ist unverwechselbar großartig, elektronisch, gitarrenlastig, melodiös und einnehmend. Spätestens jetzt sind die Dortmunder auf ihre Kosten gekommen. Danach fühlte man sich recht ?Tired?, was auch Jael bemerkte und ihren fesselnden Song performte. Er ist herzzerreißend schön. ?Tired? ist Jael auf den Leib zugeschnitten, da er und sie die Zerbrechlichkeit verkörpern.

?Dancing With Loneliness", "Distance" und "Let Me Love You" gesungen von der außergewöhnlichen Kim Sanders. Es ist schwer die Eindrücke jedes einzelnen Liedes zu beschreiben, obwohl sie noch Tage nach Konzerterlebnis erhellen. Schiller?s ?Sehnsucht Tour 2008? ist mehr als nur eine Reise durch die Zeit. Wer nach Antworten sucht, die das Leben betreffen, findet sie ganz gewiss auf einem der diesjährigen Konzerte.

?Ein schöner Tag, wenn er zu Ende geht, ist nix mehr so, wie es mal war?

Bilder des Konzerts gibt es in unserer Concert-Picture-Section:

Schiller:


Autorin: Stephanie Sieler

Fotos : Michael Gamon

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