EMILIE AUTUMN – Frankfurt, Nachtleben (20.04.2008)

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Bereits 4 Monate nach Beendigung ihrer Tour war Emilie Autumn unter dem Motto "The Asylum Tour – The Plague" im April wieder in Europa unterwegs. Ihre außergewöhnliche Show begeisterte im Dezember viele Fans. Doch auch jetzt sollte es wieder einige Überraschungen geben.

Nach einigen Shows in Frankreich und Großbritannien war Frankfurt des erste Ziel in Deutschland. Im zentral gelegenen Club Nachtleben gab es bereits letztes Jahr im Juli einen Auftritt.

Als ich gegen 19:00 Uhr am Nachtleben eintraf, stand schon eine ungeduldige Menschenmenge davor. Sie reichte sogar leicht in den nahegelegenen Eingang zur S-Bahnstation Konstablerwache. Kurze Zeit später wurden die Pforten geöffnet. Genau zu diesem Zeitpunkt traf auch der Tourbus ein.

Zunächst gab es an der Abendkasse die Eintrittskarten für die Reservierungen. In der Zwischenzeit wurde im Cafe der Merchandising-Stand aufgebaut. Gegen 20:30 Uhr gab es dann den Einlass in den eine Etage tiefer liegenden Club. Das Nachtleben ist wohl einer der kleinsten Clubs, die ich kenne, bietet aber gerade deswegen eine angenehme Atmosphäre.

Die Bühnendekoration war bereits aufgebaut. Auf der linken Seite stand das in Tuch gehüllte Keyboard – dekoriert mit einer kleiner Violine, einer gestreiften Ratte, Piratenflagge und anderen Details. Rechts stand (wie sollte es auch anders sein) ein kleiner Tisch mit einem Teeservice und handbemalten Tassen. Aber auch zwei Pistolen lagen auf dem Tisch. Im Hintergrund hing noch eine Uhr, die selbstverständlich auf 4 Uhr stand.

Auf dem Vorprogramm stand diesmal Matt Howden’s "One Man Show" Sieben. Gegen 21:15 Uhr begann dieser außergewöhnliche Auftritt. Nur mit Violine und einem sogenannten Loop Pedal sollte die Vorstellung stattfinden. Matt übernahm sozusagen alles selbst: Violine, Drums, Bass und den Gesang. Er verfügte bereits über eine breites Repertoire an Veröffentlichungen. Nach jedem Song bot er doch eine seiner CDs an ("Nach der Show erhältlich…").

Gegen 22:15 Uhr war es dann soweit. Gestartet wurde mit dem düsteren Intro "Best Safety Lies in Fear". Zunächst betraten die Bloody Crumpets Vecona, Aprella, Veronica und Lucina die Bühne. Auch dieses Mal waren die Kostüme wieder von Vecona entworfen und maßgeschneidert. Nach einem kurzen Tanz schliefen dann alle auf ihren Kissen ein.

4 Uhr: Zunächst noch verdeckt hinter der Stoffwand, begann Emilie dann mit dem Titelsong ihrer aktuellen CD "4’o Clock". Kurz danach betrat sie die Bühne, zunächst noch mit Maske. Natürlich durften bei ihrem Kostüm auch die Rattenohren und der Rattenschwanz nicht fehlen. Auch die Crumpets wachten jetzt wieder auf.

Es folgte "Opheliac", bei dem Emilie zunächst am Keyboard saß. Doch auch Lucina und Veronica stellten ihr musikalisches Können unter Beweis. Bei den Songs "The Art Of Suicide" bzw. "Unlaced" gab es Begleitung am Keyboard.

Eins durfte natürlich auch nicht fehlen: Emilies Violinensolo – so gab es "Face the Wall". Zuvor spielte sie noch bei "Liar" auf der Violine. Auch die Fragerunde an das Publikum durfte nicht ausbleiben. Inzwischen kennt wohl jeder die Antwort auf die Frage: "What is the best revenge?"

Als erste Zugabe gab es dann die Coverversion von Cyndi Lauper’s "Girls Just Wanna Have Fun". Es wurde ausgelassen getanzt, und jede Menge Dollarnoten flogen über die Bühne. Der Abend endete dann mit "God Help Me". Doch die Zugaberufe ließen nicht nach. So gab es beim vom Band laufenden "Always Look On The Bright Side of Life" noch eine kleine Tanzeinlage. Nach knapp zwei Stunden und insgesamt 15 Songs verließen Emilie und ihre Bloody Crumpets dann endgültig die Bühne.

Wer noch etwas Geduld hatte, konnte noch in den Genuss des anschließenden Signings kommen, wo Emilie, Vecona, Aprella, Veronica und Lucina noch bereitwillig Autogramme gaben. Auch konnte man sich noch mal mit ihnen fotografieren lassen.

Insgesamt war es wieder ein unvergesslicher Abend mit einer außergewöhnlichen, liebevoll gestalteten Show mit vielen Einlagen, kleinen Geschenken und Naschereien für das Publikum, einer gewaltigen Gesangsleistung und natürlich mit extravaganten Kostümen.


Setlist:

01. Intro
02. 4’o Clock
03. Opheliac
04. Swallow
05. Shalott
06. The Art of Suicide
07. I Want My Innocence Back
08. Unlaced
09. Misery Loves Company
10. Dead is the New Alive
11. Liar
12. Face the Wall
13. Mad Girl
14. Thank God I’m Pretty
15. Girls Just Wanna Have Fun (Z)
16. God Help Me (Z)

Bilder des Konzerts gibt es in unserer Concert-Pictures-Sektion.

Emilie Autumn:

Autor : Thomas Bunge

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